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So sollst du, muntrer Greis,
Dich nicht betrüben:
Sind gleich die Haare weiß,
Doch wirst du lieben.
Liebliches
Was doch Buntes dort verbindet
Mir den Himmel mit der Höhe?
Morgennebelung verblindet
Mir des Blickes scharfe Sehe.
Sind es Zelte des Wesires,
Die er lieben Frauen baute?
Sind es Teppiche des Festes,
Weil er sich der Liebsten traute?
Rot und weiß, gemischt, gesprenkelt
Wüßt ich Schönres nicht zu schauen.
Doch wie, Hafis, kommt dein Schiras
Auf des Nordens trübe Gauen?
Ja, es sind die bunten Mohne,
Die sich nachbarlich erstrecken
Und dem Kriegesgott zu Hohne
Felder streifweis freundlich decken.
Möge stets so der Gescheute
Nutzend Blumenzierde pflegen
Und ein Sonnenschein wie heute
Klären sie auf meinen Wegen!
Zwiespalt
Wenn links am Baches Rand
Cupido flötet,
Im Felde rechter Hand
Mavors drommetet,
Da wird dorthin das Ohr
Lieblich gezogen,
Doch um des Liedes Flor
Durch Lärm betrogen.
Nun flötet's immer voll
Im Kriegestunder,
Ich werde rasend, toll--
Ist das ein Wunder?
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