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Doch, Allerliebste, gleich erkenn ich dich;
Du magst mit Zauberschleiern dich bedecken,
Allgegenwärtge, gleich erkenn ich dich.
An der Zypresse reinstem jungem Streben,
Allschöngewachsne, gleich erkenn ich dich.
In des Kanales reinem Wellenleben,
Allschmeichelhafte, wohl erkenn ich dich.
Wenn steigend sich der Wasserstrahl entfaltet,
Allspielende, wie froh erkenn ich dich!
Wenn Wolke sich gestaltend umgestaltet,
Allmannigfaltge, dort erkenn ich dich.
An des geblümten Schleiers Wiesenteppich,
Allbuntbesternte, schön erkenn ich dich;
Und greift umher ein tausendarmger Eppich,
O Allumklammernde, da kenn ich dich.
Wenn am Gebirg der Morgen sich entzündet,
Gleich, Allerheiternde, begrüß ich dich,
Dann über mir der Himmel rein sich ründet,
Allherzerweiternde, dann atm ich dich.
Was ich mit äußerm Sinn, mit innerm kenne,
Du Allbelehrende, kenn ich durch dich;
Und wenn ich Allahs Namenhundert nenne,
Mit jedem klingt ein Name nach für dich.
Das Schenkenbuch
Saki Nameh: Das Schenkenbuch
Ja, in der Schenke hab ich auch gesessen,
Mir ward wie andern zugemessen;
Sie schwatzten, schrieen, händelten von heut,
So froh und traurig, wie's der Tag gebeut,
Ich aber saß, im Innersten erfreut;
An meine Liebste dacht ich--wie sie liebt?
Das weiß ich nicht; was aber mich bedrängt--
Ich liebe sie, wie es ein Busen gibt,
Der treu sich einer gab und knechtisch hängt.
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